ROHLOFF: Neue Gestaltungsideen für das ehemalige Klinikgelände im Eberstädter Süden

Neue Gestaltungsideen für das ehemalige Klinikgelände im Eberstädter Süden

Für die Bürgerinnen und Bürger im Eberstädter Süden war es heute ein wichtiger Tag: Die Studierenden der Hochschulen Hildesheim und Holzminden zusammen mit ihren Professoren Till Böttger und German Halcour stellten ihre insgesamt vier professionell ausgearbeiteten Entwürfe für eine mögliche Gestaltung und Bebauung des ehemaligen Klinikgeländes im Eberstädter Haus der Vielfalt in Anwesenheit von Oberbürgermeister Hanno Benz und Planungsdezernent Michael Kolmer vor.

Alle Entwürfe waren geprägt von großer räumlicher Offenheit und vielfältigen, urbanen Nutzungsoptionen. Platz für Licht, Grün und Begegnung und qualitativ anspruchsvolle architektonische Designs. Also genau das Gegenteil der hochgeschossigen und maximal verdichteten Blockbauten wie in der Lincoln-Siedlung und vor allem im Ludwigshöhviertel.

Die Idee und Initiative für die studentische Projektarbeit kam von der Eberstädter FDP. „Der Eberstädter Süden hat mehr verdient“, so der Eberstädter FDP-Vorsitzende Christoph Rohloff, „denn er trägt schon heute eine überproportional großen Anteil sozial geförderten Wohnbaus“. Mit dem Klinikgelände verbindet sich eine einmalige Chance, gewerbliche, handwerkliche und wissenschaftliche Nutzung mit Wohnen und gesundheitlichen Versorgungsangeboten zu verbinden.

Wichtig ist aber auch frei finanzierten Wohnungsbau zu ermöglichen. Durch die vom Magistrat und der Stadtverordnetenversammlung beschlossenen Förderquoten im sozial geförderten Wohnungsbau, als wohnungspolitisches Ziel der Wissenschaftsstadt Darmstadt, bei Neubauvorhaben 25 % des entstehenden Wohnraums für geringe Einkommen und 20 % für mittlere Einkommen zu errichten, wurde ein wichtiger Schritt für die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum gemacht (Magistratsvorlage Nr. 2017/0031). „Wir sehen aber, dass dieses starre Konzept in einem veränderten Zinsmarktumfeld nicht funktioniert. Geförderter Wohnraum muss gebaut werden, der frei finanzierte stagniert, eine soziale Durchmischung erfolgt nicht, Quartiere kippen. Hier muss mehr Flexibilität her“, so der wirtschaftspolitische Sprecher für die FDP Darmstadt Leif Blum. 

Zusammen mit der Eberstädter SPD, die die Initiative mit begleitet und unterstützt hat, fordert die Eberstädter FDP die Stadtverwaltung jetzt auf, die studentischen Entwürfe ernst zu nehmen und für das Klinikgelände die längst überfällige Gesamtplanung zu erstellen. Denn insbesondere die denkmalgeschützten Altbauten nehmen zusehends Schaden durch Wasserschäden im Sockelsandstein. „Mit den Entwürfen wird gezeigt, wie eine echte Wende in der bisherigen Darmstädter Wachstumsstrategie ganz praktisch aussehen kann, weg von Einheitsmasse und Maximalverdichtung hin zu mehr Lebensqualität, gemischter urbaner Nutzung und räumlicher Offenheit“, so abschließend Rohloff.

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Dr. Christoph Rohloff