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FDP Kreisverband

Darmstadt

Presse/Archiv

Presse/Archiv vom 01.03.2010:

Wissenschafts- und Kongresszentrum

Leif Blum (MdL): „Ein privater Partner könnte das Kongresszentrum auf eine neue Grundlage stellen. Die Stadt ist ganz offensichtlich nicht der bessere Betreiber.“

Aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Entwicklungen beim Betrieb des Wissenschafts- und Kongresszentrums in Darmstadt solle die Stadt erwägen, einen privaten Partner aufzunehmen, so der FDP-Kreisvorsitzende Leif Blum. Dies habe die FDP bereits im vergangenen Jahr dem zuständigen Oberbürgermeister Hoffmann angeraten.

„Die Stadt ist ganz offensichtlich nicht der bessere Betreiber. An allen Ecken und Enden fehlte es an Know-How und dem Verständnis für die besonderen Bedingungen, die das Veranstaltungs- und Kongressgeschäft mit sich bringt. Es wäre sicherlich sinnvoll, sich nach einem privaten Partner mit Erfahrung im Kongressgeschäft umzusehen und mit diesem über eine Beteiligung an der Betriebsgesellschaft zu verhandeln.“, betonte Blum.

Die Kooperation mit einem privaten Betreiber hätte aus Sicht der FDP mehrere Vorteile für die Stadt, erläuterte Blum. Durch das Behalten einer qualifizierten Restbeteiligung würde der Einfluss der Stadt in hinreichendem Maße erhalten bleiben. Ein neuer Partner würde frisches, offensichtlich dringend benötigtes Kapital zuführen können. Ein privater Betreiber brächte zudem die notwendige Expertise ein, derer es Bedarf, um im Kongressgeschäft schwarze Zahlen zu schreiben. Letztlich agiere ein privater Partner wegen des eigenen wirtschaftlichen Risikos stringenter in Krisensituationen, da sein eigenes eingesetztes Kapital und dessen angemessene Verzinsung auf dem Spiel stünde.

„Der Umstand, dass die Stadt als Betreiber kein wirtschaftliches Risiko im Sinne eines Kapitalverlustes trägt, sondern aus dem öffentlichen Haushalt letztlich jeden Fehlbedarf abdecken wird, befördert nicht die notwendigen Weichenstellungen für einen dauerhaft nicht-defizitären Betrieb. Es handelt sich dabei jedoch um Steuergelder, deren Einsatz in unternehmerischen Betätigungen der Kommune besonders restriktiv zu handhaben ist. Gerade deshalb sollte der Oberbürgermeister jetzt die Notbremse ziehen und sich eines professionellen Partners bedienen.“, so Blum abschließend.
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